Was ist Cordyceps?

Cordyceps (ehemals: Cordyceps sinensis) ist Mitglied einer kleinen Gruppe von Vitalpilzen mit adaptogenen Eigenschaften. Nur noch Reishi (Ling Zhi) und Agaricus darf sich dieser Anerkennung erfreuen (Winston & Maimes). Seit dem Jahr 2011 gibt es einen neuen botanischen Namen: Ophiocordyceps sinensis, abgekürzt O. sinensis.

 

 

Cordyceps ist ein Pilz, also ein Lebewesen zwischen Pflanze und Tier. Traditionell wurde Cordyceps in China „Winterwurm Sommergras“ genannt, was den Pilz zutreffend beschreibt. Wir verdanken Daniel Winkler eine ausgezeichnete Darstellung von Cordyceps, insbesondere über seine Bedeutung für die tibetanische Gesundheitskultur und Wirtschaft. Der deutsche Name ist Raupenpilz (Raupenkeulenpilz). Warum Raupenpilz? Andere Pilze wachsen auf Holz oder dem Substrat einer Pflanze. Bei Cordyceps ist es anders. Er befällt eine bestimmte Raupenart unter der Erde, tötet diese, und das tote Tier dient dann dann dem Pilz als Nahrung. Im Frühjahr wächst ein brauner, 5 bis 15 cm langer Pilzfruchtkörper aus dem Boden. Er sieht aus wie eine langgestreckte Keule. Diese Entstehung schreckt viele Menschen – was gut zu verstehen ist – von Cordyceps ab. Insbesondere vegetarisch sich ernährende Menschen machen einen Bogen um den Pilz. Die heute zunehmend praktizierte Aufzucht (siehe unten) hat diese Probleme umgangen, die Raupen, Tiere allgemein, spielen keine Rolle mehr.

 

 

In Tibet ist oder besser war der Pilz eine der größten Einkommensquellen für die ländliche Bevölkerung. Aus dem Pilzeinkommen finanzieren viele Tibeter ihren Lebensunterhalt. Was die chinesische Entwicklungspolitik nicht leistete, schafft die Pilzwirtschaft. Aber die Überausbeutung der Pilze ist leider massiv und hat die Preise in exorbitante Höhen getrieben. Für ein Kilo Cordyceps zahlen Chinesen zwischen 20,000 und 40,000 Dollar (Lo u.a., 2013). Warum? Cordyceps wird in China seit 700 Jahren in der traditionellen chinesischen Heilkunde genutzt. Es ist bis heute außergewöhnlich populär. Seine zunehmende Verbreitung in der Bevölkerung, vorher durch den hohen Preis nicht möglich, verdankt es neuen Anbau- bzw. Herstellungsverfahren. In Tibet ist der Pilz weitgehend ausgerottet. In China gibt es Cordyceps überall zu kaufen: als Getränk, Kapseln, in liquider Form. In China und den Nachbarländern gilt Cordycesp als „weiches Gold“.

 

Cordyceps (ehemals: Cordyceps sinensis) ist Mitglied einer kleinen Gruppe von Vitalpilzen mit adaptogenen Eigenschaften. Nur noch Reishi (Ling Zhi) und Agaricus darf sich dieser Anerkennung... mehr erfahren »
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Was ist Cordyceps?

Cordyceps (ehemals: Cordyceps sinensis) ist Mitglied einer kleinen Gruppe von Vitalpilzen mit adaptogenen Eigenschaften. Nur noch Reishi (Ling Zhi) und Agaricus darf sich dieser Anerkennung erfreuen (Winston & Maimes). Seit dem Jahr 2011 gibt es einen neuen botanischen Namen: Ophiocordyceps sinensis, abgekürzt O. sinensis.

 

 

Cordyceps ist ein Pilz, also ein Lebewesen zwischen Pflanze und Tier. Traditionell wurde Cordyceps in China „Winterwurm Sommergras“ genannt, was den Pilz zutreffend beschreibt. Wir verdanken Daniel Winkler eine ausgezeichnete Darstellung von Cordyceps, insbesondere über seine Bedeutung für die tibetanische Gesundheitskultur und Wirtschaft. Der deutsche Name ist Raupenpilz (Raupenkeulenpilz). Warum Raupenpilz? Andere Pilze wachsen auf Holz oder dem Substrat einer Pflanze. Bei Cordyceps ist es anders. Er befällt eine bestimmte Raupenart unter der Erde, tötet diese, und das tote Tier dient dann dann dem Pilz als Nahrung. Im Frühjahr wächst ein brauner, 5 bis 15 cm langer Pilzfruchtkörper aus dem Boden. Er sieht aus wie eine langgestreckte Keule. Diese Entstehung schreckt viele Menschen – was gut zu verstehen ist – von Cordyceps ab. Insbesondere vegetarisch sich ernährende Menschen machen einen Bogen um den Pilz. Die heute zunehmend praktizierte Aufzucht (siehe unten) hat diese Probleme umgangen, die Raupen, Tiere allgemein, spielen keine Rolle mehr.

 

 

In Tibet ist oder besser war der Pilz eine der größten Einkommensquellen für die ländliche Bevölkerung. Aus dem Pilzeinkommen finanzieren viele Tibeter ihren Lebensunterhalt. Was die chinesische Entwicklungspolitik nicht leistete, schafft die Pilzwirtschaft. Aber die Überausbeutung der Pilze ist leider massiv und hat die Preise in exorbitante Höhen getrieben. Für ein Kilo Cordyceps zahlen Chinesen zwischen 20,000 und 40,000 Dollar (Lo u.a., 2013). Warum? Cordyceps wird in China seit 700 Jahren in der traditionellen chinesischen Heilkunde genutzt. Es ist bis heute außergewöhnlich populär. Seine zunehmende Verbreitung in der Bevölkerung, vorher durch den hohen Preis nicht möglich, verdankt es neuen Anbau- bzw. Herstellungsverfahren. In Tibet ist der Pilz weitgehend ausgerottet. In China gibt es Cordyceps überall zu kaufen: als Getränk, Kapseln, in liquider Form. In China und den Nachbarländern gilt Cordycesp als „weiches Gold“.

 

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